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Kleine  Chor - Geschichte

Die ältesten Anmerkungen über einen Chor der Johanniskirchengemeinde findet man in der Misburger Chronik  “Misburgs Boden und Bevölkerung im Wandel der Zeiten“ von Anton Scholand. Hier ist zu lesen, dass der Kirchenchor von 1904 bis 1919 von den Lehrern Redeker und W. Bein geleitet wurde. Weiter erfahren wir in der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum aus dem Jahre 1929, dass in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg zunächst der Diakon Friedrich Woltemate den Chor geleitet hat, danach der Organist und Rechnungsführer Hermann Standvoß und seit 1926 Friedrich Biermann, der damalige Gemeindehelfer. Wie Pastor G. Glade schreibt, hat Friedrich Biermann der den Kirchenchor zu neuem Leben erweckt. Zitat aus der Festschrift: “Er hat den Kirchenchor dahin gebracht, dass er auch schwierige Tonstücke zur Erbauung der Gemeinde darbieten kann.“ Friedrich Biermann hat hier 19 Jahre in der Johannisgemeinde gearbeitet.

Von 1945 bis 1955 wurde der Chor von Herrn Schön, von dem Diakon Perl und von dem Lehrer Dörfel geleitet und danach zwanzig Jahre von dem Diakon und Stadtposaunenwart Hans Stallbaum.

Nach einer Vakanz von etwa zwei Jahren wurde im Januar 1977 ein Kirchenchor vom jetzigen Chorleiter wieder neu ins Leben gerufen. In den ersten beiden Jahren gab es lediglich Einsätze in Gottesdiensten, aber zum 75-jährigen Geburtstag der Johanniskirche (1979) gab es bereits ein festliches Geburtstagskonzert mit Orgelmusik und Motetten verschiedener Epochen. Bald danach begann der Chor zwar sehr langsam aber doch stetig zu wachsen und etwa ein bis zwei Geistliche Konzerte pro Jahr wurden neben den üblichen Einsätzen in Gottesdiensten fester Bestandteil des Chorlebens. Ein musikalischer Höhepunkt war die Mitwirkung bei einer Aufführung von Mendelssohns Oratorium "PAULUS" im Jahre 1983. In Rahmen der Geistlichen Konzerte sind mittlerweile 16 Kantaten von J. S. Bach aufgeführt worden. Auch größere Werke, wie z. B. die Messe petite solenelle von G. Rossini, das Oratorio de Noël von C. Saint-Saëns, die Messe in D-dur von A. Dvorak, das Requiem op. 48 von G. Fauré, im Dezember 2002 das Bach'sche Weihnachtsoratorium und im September 2004 Mozarts Krönungsmesse sind bereits aufgeführt worden. Der Chor besteht heute aus 45 Mitgliedern.